Dritter Lauf zur flyeralarm Ruder-Bundesliga in Krefeld
Am Samstag, den 10.7.2010 fand in Krefeld der dritte Lauf der flyeralarm Ruder-Bundesliga statt. Der erste Achter des Osnabrücker Ruder-Vereins belegte aufgrund eines kapitalen Bootsschadens den achten Platz in der 1. Ruder-Bundesliga, die zweite Mannschaft bestätigte den Aufwärtstrend und fuhr mit Platz 12 in Liga 2 ihr bislang bestes Saisonergebnis ein.
Team I—Bootsschaden verhinderte mehr
Einen Rückschlag erlitt der erste Achter beim dritten Lauf zur flyeralarm Ruder-Bundesliga: Nach dem guten Renntag in Castrop-Rauxel hatte das Team in nahezu der gleichen Besetzung weitertrainieren können und konnte auch die zur Verfügung stehende Zeit nahezu optimal nutzen. So entwickelte sich der Renntag in Krefeld zunächst auch vielversprechend.
Gute Basis durch Platz Vier im Zeitfahren
Nach Platz Vier im Zeitfahren kam es im Achtelfinale zum Derby gegen Münster. Beide Teams hatte im Zeitfahren nur 1/100 Sek. getrennt. Im Duell der Friedensstädte konnte sich unser Achter mit ca. 1/10 Sek. zwar knapp aber nicht undeutlich durchsetzen. Die beiden anderen Gegner aus Bremen und Düsseldorf lagen im Ziel deutlich hinter den beiden Top-Mannschaften.
Im Viertelfinale knapp geschlagen
Im Viertelfinale traf die Mannschaft von Trainer Peter Puppe mit dem Tabellenführer aus Hamburg, Frankfurt und Wanne-Eickel/Hamm auf starke Gegner. „Osnabrugga“ fuhr ein engagiertes Rennen und konnte zunächst mit Hamburg in Führung gehen. In der Hitze des Elfrather Sees spurtete jedoch das Boot aus Wanne-Eickel/Hamm auf den letzten Metern und lag im Ziel laut dem Zielfoto minimal vor dem Osnabrücker Boot.
Bootsmaterial verhinderte Schadensbegrenzung
Damit konnte man maximal Platz Fünf belegen. Die Jungs waren wild entschlossen, die noch maximal mögliche Punktzahl für das eigene Konto zu errudern. Vor dem Halbfinale wurden sie allerdings vom Material im Stich gelassen. Der Ausleger von Bugmann Andreas Schierke hielt in der Hitze der Belastung nicht Stand und riss. Zwar konnte die Mannschaft noch auf das Boot des zweiten Achters zurückgreifen, dies konnte aber in der Kürze der Zeit nicht mehr auf das Team eingestellt werden, sodass man zum Halbfinale gegen Mülheim mit objektiv benachteiligtem Material antreten musste. Dennoch kämpfte die Mannschaft verbissen, musste aber dem Material Tribut zollen und unterlag knapp gegen die Mannschaft von der Ruhr.
Im Finale um Platz Sieben kam es erneut zum Duell der Friedensstädte. Osnabrück musste erneut mit „Stadt Osnabrück“ antreten, sodass Münster Revanche für das Achtelfinale nehmen konnte.
Noch herrscht Enttäuschung vor, der Fokus richtet sich aber auf Hamburg
Enttäuscht zeigte sich daher ORV-Sportchef und Ruderer Stefan Schröder: „Ich bin tief enttäuscht, dass uns unser Material heute im Stich gelassen hat, andererseits muss ich zugeben, dass wir unser gutes Training heute nicht genutzt haben. Selbstverständlich ist das Niveau in der Bundesliga sehr hoch, da darf man sich keine Schwächen erlauben, wenn man zu den Topteams gehören will. Nun werden wir unser Boot nun schnell wieder in Stand setzen, um uns in Hamburg erneut in der Spitze platzieren zu können.“
Die Mannschaft konnte den dritten Rang im Tableau verteidigen, allerdings konnten Mülheim und Frankfurt durch gute Resultate aufschließen und liegen nun knapp hinter dem ORV-Achter in der Tabelle. Der ORV-Achter will nun den Vorsprung zu den Verfolgern in der zweiten Saisonhälfte ausbauen, um Tabellenrang Drei abzusichern.
Team II—Verstärkung an Bord und gute Erinnerungen an das vergangene Jahr
Der zweite Osnabrücker Achter konnte seinen Aufwärtstrend nach dem verpatzten Saisonstart in Frankfurt erneut bestätigen und erruderte mit Platz 12 das bislang beste Saisonergebnis.
Gute Basis mit Platz Neun im Zeitfahren
Bereits im Zeitfahren kam es zum Derby gegen Bramsche/Osnabrück mit ORV-Leichgewicht Lukas Märkl und ORV-Steuerfrau Charlotte Dukat. Dementsprechend motiviert waren beide Zweitligisten aus dem Landesstützpunkt Osnabrück. Dies zeigte sich dann auch im Rennen: Hier hatte Bramsche knapp das bessere Ende gegen Osnabrück. Keine Chance hatten die weiteren Gegner vom Hannoverschen Ruderclub und von Angaria Hannover.
Gutes Rennen im Achtelfinale
Damit hatte man das bislang beste Ergebnis in einem Zeitfahren eingefahren und ging optimistisch in das Achtelfinale. Hier traf man auf Hameln und Marburg. In einem aggressiv geruderten Rennen unterstrich Hameln mit Olympiaruderer Michael Ruhe die Aufstiegsambitionen und legte sich in Führung, allerdings überraschend knapp vor „Stadt Osnabrück“. Deutlich auf Platz Drei kam Marburg ins Ziel.
Positives Rennen auch im Viertelfinale
Nun war das Minimalziel, eine Verbesserung gegenüber den vorherigen Regatten, erreicht, dennoch sollte nun ein Platz unter den Top10 errudert werden. Im Viertelfinale traf man nun auf Allemannia Hamburg, im vergangenen Jahr ein Topteam der zweiten Liga und mit vier ehemaligen Osnabrückern an Bord, und Absteiger Lübeck. Im hanseatischen Duell konnte der zweite ORV-Achter gut mithalten, belegte aber mit einer halben Sekunde Rückstand auf Sieger Hamburg den undankbaren dritten Platz.
Bramsche ein Hauch schneller
Im Halbfinale trat man erneut gegen das Bramscher Boot an, das erneut knapp die Oberhand gegen das zweite Osnabrücker Flagschiff hatte. Vor dem Finale stellte die Mannschaft ihr Boot der ersten ORV-Mannschaft zur Verfügung, die einen Bootsschaden erlitten hatte.
Bootsschaden im ersten Achter hat auch Auswirkungen auf den zweiten Achter
Zum Finale hatte man keine Möglichkeiten mehr, die Veränderungen in der Bootseinstellung zu korrigieren und hatte unglücklich das Nachsehen gegen Absteiger Lübeck. Dennoch konnte man mit Platz Zwölf das bisher beste Ergebnis verbuchen und sich in der Tabelle auf Platz 14 verbessern. Auch die Aussicht auf viel Training bis zum nächsten Lauf lässt Schlagmann Steffen Vollmer optimistisch auf die Rennen auf der Alster blicken: „Heute haben sich die personellen Veränderungen erwartungsgemäß noch nicht ganz bemerkbar gemacht. Die Mannschaft wird aber in Hamburg nur auf einer Position personell verstärkt und wir haben in den zwei Wochen viele Gelegenheiten zum Training, sodass sich die Veränderungen festigen können. Daher glaube ich fest daran, dass es in Hamburg endlich mit der einstelligen Platzierung klappt.“
Weitere Information unter www.rudertag.de und www.ruder-bundesliga.de